Mehr als nur ein Dach über dem Kopf

Ivoclar Vivadent unterstützt ein soziales Projekt in Südindien, das Kindern ein Zuhause gibt, die ansonsten ohne jede Zukunftsperspektive auf sich allein gestellt wären.

Es ist ein seltsames Bild, das sich Reisenden am Flughafen in Zürich einmal im Jahr bietet: Zwei Frauen steuern mit 100 Kilogramm prall gefüllten Taschen den Check-in-Schalter an. In den Taschen befinden sich Kinderkleidung in allen Grössen, diverse Spiele, Bälle und u.a. sechs Kilogramm Schokolade! Ihr Ziel: das Children’s Home in Madarapakkam, einem kleinen Ort in Südindien.

Elisabeth Frommelt und Kirsten Stenzel Maurer sind Lehrerinnen. Doch was die beiden weit mehr als ihr Beruf verbindet, ist der unermüdliche Einsatz für die gemeinnützige Organisation „New Life Children’s Home“, welche sich zum Ziel gesetzt hat, indischen Kindern aus ärmsten Verhältnissen ein besseres Zuhause und eine Zukunftsperspektive zu bieten.

KSM_020

Für die engagierten Frauen, die mit Benefizveranstaltungen Spenden für das Projekt sammeln, sind der alljährliche lange Flug nach Südindien und die anschliessende 70-Kilometer-Fahrt mit dem Auto ins Children’s Home schon Routine. 2018 reiste Kirsten Stenzel Maurer bereits zum vierzehnten Mal nach Madarapakkam, Elisabeth Frommelt war schon neun Mal vor Ort. Keinesfalls Routine ist allerdings das, was sie dort erwartet: eine bunte Schar aus bekannten und neuen Gesichtern, die sie freudestrahlend in diesem Kinderheim begrüsst. Unter ihnen auch Heimleiter G.D.Y. Edwin, der seinen Gästen zeigt, was sich auf der Anlage und auf dem heimeigenen Reisfeld in der Zwischenzeit getan hat, und mit ihnen das Programm der nächsten Tage plant. Elisabeth Frommelt und Kirsten Stenzel Maurer wollen schliesslich nicht Urlaub machen, sondern mit den Spendengeldern dringend notwendige Arbeiten und Einkäufe erledigen.

Edwin weiss, dass die beiden Damen sehr genau sind: Bezahlt wird nur, was innerhalb ihres Besuchs auch tatsächlich angeschafft, repariert oder fertiggestellt werden kann. Als einmal Fenster nicht rechtzeitig geliefert wurden, gab es dafür auch kein Geld. Es gilt also vom ersten Tag an, keine Zeit zu verlieren, die Einkaufsliste ist dementsprechend lang: Stoffe für Schuluniformen, diverse Baumaterialien, eine Waschmaschine etc. Eine grössere Investition vor drei Jahren hat sich bereits bezahlt gemacht: die Wasserpumpe für das Reisfeld. Bei guter Ernte kann beinahe der gesamte Jahresbedarf an Reis für das Children’s Home gedeckt werden.

KSM_029

Besonders berührend sind für die Lehrerinnen die Begegnungen und Erlebnisse mit den Kindern und Jugendlichen des Heims. Etlichen von ihnen konnten sie bereits eine Berufsausbildung ermöglichen: so etwa Rajakumari, die heute als Sekundarlehrerin in einer Don-Bosco-Schule unterrichtet. Und Dani, dem ersten Kind des Children’s Home, dem Kirsten Stenzel Maurer 2005 begegnete, und der heute mit 16 Jahren eine Mechanikerausbildung macht. Oder Ranjini, die eine Schneiderlehre absolviert.

Die Tage sind heiss, anstrengend, voller Termine und Arbeit. Und dennoch fällt Elisabeth Frommelt und Kirsten Stenzel Maurer der Abschied jedes Mal aufs Neue schwer. Doch sie verlassen Madarapakkam mit der Gewissheit, im nächsten Jahr wiederzukommen. Mit prall gefüllten Taschen – und mit der Unterstützung von Ivoclar Vivadent im Gepäck.

KSM_024