Im Schatten der Urlaubssonne

Das Kinderheim Nikapotha in Sri Lanka wird von Ivoclar Vivadent seit vielen Jahren unterstützt. Seit 2006 wurden ein Mädchenheim und ein Bubenheim errichtet.

Eine Fahrt ins Landesinnere des Inselstaats. Die feuchte Tropenhitze im vollbesetzten Bus ohne Klimaanlage lässt die Kleidung sofort am Körper kleben. Die Strassen sind eng und führen an Furcht einflössenden Abgründen entlang. Immer wieder schütteln Schlaglöcher die Businsassen kräftig durch. Acht Stunden Fahrt für 180 Kilometer sind hier ganz normal.

Heinz und Luisa Mühlegg nehmen diese Strapazen mindestens einmal im Jahr auf sich, um ihre Sozialprojekte voranzutreiben und auch selbst mit anzupacken. Sri Lanka ist für die beiden Liechtensteiner längst zu einer zweiten Heimat geworden. Mehr noch: Sie verbinden mit dem Eiland im Indischen Ozean eine Lebensaufgabe.

Begonnen hat alles 1990 mit einem Stück Karton. Auf der Durchreise entdeckte das Ehepaar in einer Vorschule statt einer Tafel nur schwarz bemaltes Verpackungsmaterial an der Wand. Die Mühleggs organisierten daraufhin eine richtige Tafel. Bald kamen noch Sitzund Schreibmöbel dazu, später konnte man sogar die desolate Lehmhütte – die bisherige „Schule” – durch ein kleines, aber stabiles Haus ersetzen.

Seit damals ist viel geschehen. Aus der Privatinitiative ist die gemeinnützige Stiftung Lanka Help geworden. Mit Stiftungsmitteln wird heute unter anderem das Pausenbrot für mehrere verschiedene Bildungseinrichtungen finanziert – für manche Kinder die einzige Nahrung am Tag. Man hat neue Schulen und ein Kinderheim errichtet oder bestehende Einrichtungen ausgebaut. Oft kann nur mit Hilfe von Stipendien für Lehrpersonal und für Schülerinnen und Schüler überhaupt ein geregelter Unterricht stattfinden. Darüber hinaus kümmert sich die Stiftung um Sammeltaxis für den Schulweg und ist auch zur Stelle, wenn es darum geht, skeptische Eltern davon zu überzeugen, dass es gut für ihre Kinder und die ganze Familie ist, eine Schule zu besuchen. Aufklärungsarbeit ist ein wichtiges Thema! Denn viele Mütter und Väter haben sich bereits damit abgefunden, dass sie und ihre Kinder ein Leben als billige, ungelernte Arbeitskräfte auf den zahlreichen Tee- oder Kautschukplantagen des Landes fristen müssen.

Trotz unermüdlichem Einsatz und vieler Erfolge gibt es also auf Sri Lanka noch sehr viel zu tun. Lanka Help darf dabei auch weiterhin auf die Unterstützung von Ivoclar Vivadent rechnen.